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Änderung der Berechnungsweise des maßgeblichen Zinssatzes für Pensionsrückstellungen

Der deutsche Bundestag hat am 18.02.2016 das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften beschlossen, das am 26.02.2016 auch den Bundesrat passiert hat und am 17.März 2016 in Kraft getreten ist.

Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB E wird damit der Referenzzeitraum für die Ermittlung des maßgeblichen Zinssatzes für Pensionsrückstellungen von sieben auf zehn Jahre verlängert.

Die Neuregelung ist für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, verbindlich anzuwenden.

Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Neuregelung ergibt, unterliegt einer Ausschüttungssperre und ist unter der Bilanz oder im Anhang anzugeben. Die Höhe des Unterschiedsbetrages ist hierbei nicht einmalig im Umstellungsjahr, sondern laufend zu ermitteln, so dass ab der erstmaligen Anwendung eine dauerhafte Doppelbewertung erforderlich wird.

Die Änderungen gelten ausschließlich für Pensionsverpflichtungen, finden also zum Beispiel keine Anwendung bei Altersteilzeitverpflichtungen oder Jubiläumsgeldverpflichtungen.


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